Kurze Tage, wenig Sonnenschein und lange Abende: Im Winter bekommen wir deutlich weniger natürliches Tageslicht als in den Sommermonaten. Das kann unseren Alltag beeinflussen – insbesondere unseren Schlaf-Wach-Rhythmus, unser Energiegefühl und unser allgemeines Wohlbefinden.
Doch was passiert eigentlich im Körper, wenn wir im Winter weniger Licht abbekommen? Und was kann man selbst tun, um gut durch die dunkle Jahreszeit zu kommen?
Warum ist Tageslicht so wichtig?
Natürliches Licht spielt eine wichtige Rolle für unsere innere biologische Uhr, den sogenannten zirkadianen Rhythmus. Dieser beeinflusst unter anderem unseren Schlaf-Wach-Rhythmus und hilft unserem Körper dabei, sich an den Wechsel zwischen Tag und Nacht anzupassen.
Im Winter sind die Tage kürzer und viele Menschen verbringen außerdem mehr Zeit in Innenräumen. Dadurch kann die tägliche Lichtexposition deutlich geringer ausfallen.
Manche Menschen fühlen sich in dieser Jahreszeit deshalb müder, weniger aktiv oder weniger ausgeglichen. Bei einem Teil der Bevölkerung treten außerdem ausgeprägte saisonale Stimmungsschwankungen auf. Eine saisonal auftretende Depression beziehungsweise eine saisonale affektive Störung sollte allerdings von einer einfachen Wintermüdigkeit unterschieden und bei entsprechenden Beschwerden ärztlich abgeklärt werden.
1. Vitamin D im Winter
Sonnenlicht beziehungsweise UV-B-Strahlung spielt eine wichtige Rolle bei der körpereigenen Bildung von Vitamin D. In den Wintermonaten kann die UV-B-Strahlung insbesondere in höheren Breitengraden nicht immer ausreichend sein, damit die Haut genügend Vitamin D bildet.
Vitamin D erfüllt verschiedene wichtige Funktionen im Körper. Zu den in der EU zugelassenen gesundheitsbezogenen Aussagen gehört unter anderem, dass Vitamin D zur Erhaltung normaler Knochen und zu einer normalen Funktion des Immunsystems beiträgt.
Eine Nahrungsergänzung mit Vitamin D kann je nach individueller Situation sinnvoll sein. Ob tatsächlich ein Mangel besteht und welche Dosierung geeignet ist, hängt jedoch von verschiedenen Faktoren ab.
Wichtig: Ein Vitamin-D-Präparat sollte nicht pauschal als Mittel gegen Wintermüdigkeit oder als Behandlung eines Vitamin-D-Mangels beworben werden. Bei einem vermuteten Mangel kann eine ärztliche Beratung beziehungsweise eine Blutuntersuchung sinnvoll sein.
Vitamin D als Nahrungsergänzung
Wenn Sie Vitamin D ergänzen möchten, achten Sie auf die Dosierung und die auf dem Produkt angegebenen Verzehrempfehlungen.
Unser Vitamin-D-Präparat in Tropfenform kann eine praktische Möglichkeit sein, Vitamin D in die tägliche Ernährung einzubeziehen.
2. Ernährung und Wohlbefinden in der dunklen Jahreszeit
Im Winter verändert sich bei vielen Menschen auch der Alltag. Weniger Bewegung im Freien, andere Essgewohnheiten und mehr Zeit in Innenräumen können dazu beitragen, dass man sich weniger aktiv fühlt.
Eine abwechslungsreiche Ernährung mit ausreichend Obst, Gemüse, hochwertigen Proteinquellen und gesunden Fetten liefert wichtige Nährstoffe für den Körper.
Auch regelmäßige Bewegung kann dabei helfen, den Alltag während der dunklen Monate aktiv zu gestalten.
3. Ashwagandha und Stress
Die dunkle Jahreszeit kann für manche Menschen auch psychisch herausfordernd sein. Weniger Tageslicht, ein veränderter Tagesrhythmus und weniger Aktivitäten im Freien können sich auf das persönliche Wohlbefinden auswirken.
Ashwagandha (Withania somnifera) wird traditionell und in der Forschung im Zusammenhang mit Stress und Wohlbefinden untersucht. Für die Bewerbung eines Nahrungsergänzungsmittels sollten jedoch ausschließlich zulässige beziehungsweise entsprechend abgesicherte Aussagen verwendet werden.
Deshalb würden wir nicht behaupten, dass Ashwagandha eine Winterdepression behandelt oder die Folgen von Lichtmangel beseitigt.
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4. Tageslicht und Bewegung: einfache Maßnahmen für den Winter
Nicht jede Lösung muss aus einem Nahrungsergänzungsmittel kommen.
Versuchen Sie, möglichst regelmäßig Tageslicht zu bekommen. Ein Spaziergang während der hellen Stunden kann dabei eine einfache Möglichkeit sein, mehr Zeit im Freien zu verbringen.
Auch regelmäßige Bewegung, ein möglichst konstanter Schlafrhythmus und ausreichend Schlaf können dazu beitragen, den Alltag im Winter angenehmer zu gestalten.
Gerade bei sitzender Arbeit kann es sinnvoll sein, die Mittagspause für einen kurzen Spaziergang zu nutzen.
5. Was ist Lichttherapie?
Bei einer saisonalen Depression kann Lichttherapie eine therapeutische Möglichkeit sein. Dabei werden spezielle Lichtquellen eingesetzt, die eine hohe Lichtintensität erzeugen.
Eine Lichttherapie ist jedoch nicht einfach mit einer gewöhnlichen Lampe oder einer künstlichen Beleuchtung gleichzusetzen.
Wer unter ausgeprägter Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit, Schlafproblemen oder wiederkehrenden saisonalen Depressionen leidet, sollte sich ärztlich beraten lassen. Eine Lichttherapie kann je nach Situation eine geeignete Behandlungsmöglichkeit sein.
Wann sollte man ärztliche Hilfe suchen?
Eine gewisse Müdigkeit im Winter ist nicht automatisch krankhaft. Wenn sich die Stimmung jedoch über längere Zeit deutlich verschlechtert oder Beschwerden wie starke Antriebslosigkeit, Schlafstörungen, sozialer Rückzug oder ein anhaltender Verlust von Interesse und Freude auftreten, sollte man dies ernst nehmen.
Bei solchen Beschwerden ist es sinnvoll, mit einer Ärztin oder einem Arzt darüber zu sprechen.
Gut durch die dunkle Jahreszeit
Weniger Tageslicht gehört zum Winter dazu. Trotzdem können wir einiges tun, um unseren Alltag auch während der dunkleren Monate aktiv und ausgewogen zu gestalten.
Regelmäßige Bewegung, möglichst viel Tageslicht, ein stabiler Schlafrhythmus und eine ausgewogene Ernährung bilden dabei eine gute Grundlage.
Auch die Versorgung mit bestimmten Nährstoffen kann eine Rolle spielen. Vitamin D trägt unter anderem zur Erhaltung normaler Knochen und zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei, sofern die Voraussetzungen für die entsprechende Health Claim-Aussage erfüllt sind.
Wer sich über Nahrungsergänzungsmittel informiert, sollte dabei auf die Dosierung, Qualität und die zugelassenen gesundheitsbezogenen Aussagen achten.




