Mehr als die Hälfte aller Frauen und mehr als ein Drittel aller Männer müssen nachts aufstehen, um Wasser zu lassen. Nykturie ist die häufigste Ursache für Schlafstörungen und hat erhebliche negative Auswirkungen auf Lebensqualität, emotionale Verfassung und Selbstwertgefühl. Nykturie wird meist durch häufige Erkrankungen wie Harninkontinenz, Harnwegsinfekte oder gutartige Prostatavergrößerung (BPH) verursacht.
Was sind die anderen Ursachen?
- Nykturie betrifft häufig ängstliche, gestresste und schlaflose Menschen, die nachts Schwierigkeiten beim Einschlafen haben. Sie wird im Allgemeinen durch Stress, negative Gedanken und den Eisprung verschlimmert.
- Es kann durch den Konsum großer Mengen an Getränken oder harntreibenden Medikamenten am späten Nachmittag oder Abend verursacht werden. Es zählt außerdem zu den häufigen, leichten Beschwerden in der Schwangerschaft.
- Es könnte mit der Alterung der Blase und damit mit einer reduzierten Blasenkapazität (der Menge an Urin, die die Blase enthält, wenn Harndrang verspürt wird) zusammenhängen.
- Dies kann auftreten, wenn sich die glatte Muskulatur der Harnblase (Detrusor) unwillkürlich zusammenzieht, bevor die Blase voll ist. Man spricht dann von einer überaktiven Blase, die häufig mit unwillkürlichem Harnverlust einhergeht.
- Nykturie kann durch die Hemmung der Ausschüttung des antidiuretischen Hormons (Vasopressin) verursacht werden, das den übermäßigen Flüssigkeitsaustritt in die Blase verhindert. Alkohol ist der stärkste Vasopressin-Hemmer. Starker Alkoholkonsum am Abend erhöht das Urinvolumen und führt somit zu häufigem nächtlichem Wasserlassen.
- Schließlich betrifft es häufig Menschen mit Herzinsuffizienz, Diabetes, Leberversagen sowie Blasen- oder Prostatakrebs.
Ich verspüre nachts zu häufigen Harndrang, was kann ich tun?
Hier finden Sie eine Liste mit Tipps zum Umgang mit Nykturie, die Sie schnell umsetzen können, um Ihnen zu helfen:
- Lassen Sie sich von einem Urologen untersuchen, um eine genaue Diagnose und eine konventionelle Behandlung der Nykturie zu erhalten. Dabei können Sie gegebenenfalls bestimmte Nahrungsergänzungsmittel vorteilhaft ergänzen.
- Reduzieren Sie nicht Ihre Flüssigkeitszufuhr, um seltener auf die Toilette zu müssen, denn ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist für die Gesundheit unerlässlich. Vermeiden Sie es, spät abends zu trinken und große Mengen Flüssigkeit auf einmal zu sich zu nehmen.
- Wenn Sie unter unerträglichem Harndrang leiden, versuchen Sie nicht, ihn zurückzuhalten; Harnwegskrämpfe sind so heftig, dass der Urin auf völlig unkontrollierbare Weise aus Ihrem Körper gepresst wird.
- Stärken Sie Ihre Blase. Kegel-Übungen stärken die Beckenbodenmuskulatur, die die Blase stützt. Durch die Stärkung dieser Muskelgruppe schließt sich die Harnröhre richtig und der Urin bleibt in der Blase, was dem nächtlichen Wasserlassen entgegenwirkt.
Für ängstliche Menschen:
Die Einnahme von Gamma-Aminobuttersäure (GABA) kann hilfreich sein. Tatsächlich kann die Einnahme von GABA kann dazu beitragen, ein Gefühl der Ruhe und Entspannung zu erzeugen.
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