Seit Jahrhunderten wurde diese Blume nach alter Tradition verwendet, um die natürlichen Abwehrkräfte des Immunsystems zu stärken. Die indischen Stämme aus Nordamerika benutzten sie gegen Halsschmerzen, Drüsenschwellungen, Atemwegsinfektionen, Schlangenbisse und Insektenstiche. Da die europäischen Siedler schnell von der Wirksamkeit der Echinacea überzeugt waren, haben sie als Erste ein Elixier aus diesem Heilkraut kommerzialisiert. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde Echinacea zur am meisten verwendeten Pflanze der Vereinigten Staaten und stand auf der pharmazeutischen Zutatenliste für Prävention bzw. Heilung von Erkältungen, Grippen und Bronchitiden. Heutzutage greifen 40 % der Amerikaner mindestens einmal im Jahr darauf zurück.
Die Europäische Kommission sowie die Weltgesundheitsorganisation erkennen die Anwendung von Echinacea zur Vorbeugung und Behandlung der Erkältung, Grippe sowie bestimmter Atemwegserkrankungen an.
Heutzutage ist Echinacea weiterhin die einzige verfügbare Alternative auf dem Markt, um das Erkältungsrisiko um 58 % zu verringern!
Da Echinacea sehr reich an Mikronährstoffen ist, enthält sie Substanzen (Polysaccharide, Alkylamide, Flavonoide, ätherische Öle, Chrom, Cobalt, Eisen, Mangan, Selen, Zink, Vitamine), welche unseren Organismus gegen Winterangriffe rüstet.
Es wurde festgestellt, dass Echinacea bei Infektionen wie ein Stimulans der Immunfunktionen wirkt. Sie beteiligt sich an der Produktion der Kommunikationsmoleküle des Immunsystems (Cytokine), beschleunigt die Aktivität der Zellen (Makrophagen), welche bereit sind, Mikroben zu zerstören, und unterstützt die Wanderung der weißen Blutkörperchen an die Infektionsorte. Mit anderen Worten kann Echinacea eine Mikrobeninvasion simulieren, auf die die Abwehrkräfte unseres Körpers auf ganz natürliche Art und Weise reagieren.
Es ist selbstverständlich nicht erwünschenswert, das Immunsystem das ganze Jahr über im Kampfzustand zu behalten. Es würde sonst geschwächt. Jedoch ist es vollkommen angemessen, Echinacea zu präventiven Zwecken einzunehmen, und zwar ab und zu, über kurze Zeitperioden, wenn "einem die Nase tropft" oder eine Erkältungsepidemie in Ihrer Umgebung ausbricht.
Mit 3 g täglich (dies ist die wirksamste Dosis, welche von der Weltgesundheitsorganisation empfohlen wird) kann Echinacea eine wirksame Prophylaxe gegen mehrere Atemwegsinfektionen ermöglichen, insbesondere wenn sie bereits bei den ersten Symptomen eingenommen wird Es existieren Dutzende von Echinaceaarten, aber drei werden überwiegend eingesetzt: Echinacea purpurea, Echinacea angustifolia und Echinacea pallida. Unter diesen wird vor allem Echinacea purpurea als Heilmittel befürwortet und sie erregt das meiste Interesse in der Welt der Medizinforschung.
Über 500 wissenschaftliche Veröffentlichungen haben die Wirksamkeit von Echinacea bestätigt.
Neuere Studien behaupten, dass Echinacea wirksam ist. Kanadische und österreichische Forscher haben gezeigt, dass dank der Echinacea-Einnahme die Intensität der Erkältungssymptome (Nasenausfluss, Hals- und Kopfschmerzen, Schwächezustand und Schüttelfrost) innerhalb von vierungdzwanzig Stunden um 25 % sank. Nach vier Tagen Behandlung wurden die Symptome um mehr als fünfzig Prozent reduziert! Eine Veröffentlichung aus dem Jahr 2007 zeigt, dass eine Behandlung mit Echinacea zu einer Verkürzung der Genesungszeit um 1,4 Tage geführt hat.
Wenn mehrere Viren angreifen...
Echinacea stimuliert unspezifisch die natürlichen Abwehrkräfte des Organismus. Das bedeutet, dass Echinacea vor einer sehr großen Menge an pathologischen Agenzien schützt. Dies ist nicht der Fall bei einer Impfung oder einem Antibiotikum, welche sich lediglich als wirksam gegen eine spezifische Infektionsart erweisen.
Ein sicheres Mittel für den täglichen Einsatz
Echinacea ist eine Pflanze, welche sicher angewandt werden kann. Gemäß Studien ist sie für Personen, welche sie einnehmen, sehr gut verträglich. Menschen mit einer Immundefizienz, zum Beispiel bei Krankheiten wie Tuberkulose, Lupus oder AIDS, sollten lieber darauf verzichten. Man muss ebenfalls vorsichtig sein, wenn man unter Blumenallergien leidet, insbesondere bei denjenigen aus der Margeritenfamilie.
Jedoch
sollten Heilmittel aus Echinacea nicht länger als 8 Wochen ununterbrochen angewandt werden, denn es besteht das Risiko, dass sich eine entgegengesetzte Wirkung entfaltet. Das heißt, dass langfristig eine Schwächung der Abwehrkräfte entstehen kann. Es wird empfohlen, Kuren zu machen (nicht länger als 3 Wochen pro Monat), und zwar insbesondere in der Winterperiode, um die Epideminen von Rhinitiden und Bronchitiden besser in den Griff zu bekommen.